Deutschlands zweischneidige Außenwirtschaftspolitik (Record no. 8523)

MARC details
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Personal name Dieter, Heribert
245 ## - TITLE STATEMENT
Title Deutschlands zweischneidige Außenwirtschaftspolitik
Remainder of title Gründe und Optionen für den Abbau der Leistungsbilanzüberschüsse
260 ## - PUBLICATION, DISTRIBUTION, ETC.
Place of publication, distribution, etc. Berlin :
Name of publisher, distributor, etc. SWP Stiftung Wissenschaft und Politik,
Date of publication, distribution, etc. Juli 2018
300 ## - PHYSICAL DESCRIPTION
Extent 34 S.
490 0# - SERIES STATEMENT
Series statement SWP-Studie
Volume/sequential designation 2018/13
International Standard Serial Number 1611-6372
520 ## - SUMMARY, ETC.
Summary, etc. Deutschlands anhaltend hohe Leistungsbilanzüberschüsse sorgen in Europa und in Amerika für Verdruss. Bislang ist es der Bundesregierung weder gelungen, erfolgreich Maßnahmen zum Abbau der Überschüsse einzuleiten, noch konnte sie überzeugend erklären, warum diese unproblematisch sein sollen. Durch die seit dem Jahr 2000 erwirtschafteten stetig hohen Leistungsbilanzüberschüsse gefährdet Deutschland nicht nur die Zukunft des europäischen Integrationsprozesses, sondern auch die der liberalen Handelsordnung.<br/><br/>Politik und Gesellschaft in Deutschland mangelt es an der Einsicht, dass die eigenen Kapitalexporte für andere Länder problematisch sein können. Die markige Rhetorik des amerikanischen Präsidenten Trump mag im Ton unangemessen sein, hat aber einen wahren Kern: Deutschland ignoriert die Folgen seiner Außenwirtschaftspolitik für andere Volkswirtschaften und fördert damit protektionistische Reflexe.<br/><br/>Aus volkswirtschaftlicher Perspektive hat Deutschland aber allen Grund, das eigene außenwirtschaftliche Modell zu überdenken. Die Lieferungen ans Ausland wurden – volkswirtschaftlich gesehen – häufig verschenkt. Exportiertes Kapital musste – etwa im Falle von Investitionen in US-Immobilienkredite – abgeschrieben werden. Eine solche Außenwirtschaftspolitik begünstigt zwar die unmittelbar von Exporten profitierenden Akteure, etwa Aktionäre und Beschäftigte deutscher Automobilkonzerne. Zahlreichen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern dagegen bürdet sie schwere finanzielle Lasten auf.<br/><br/>Nach Jahren der fruchtlosen Diskussion über mögliche Maßnahmen zur Dämpfung der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse könnten nun auch radikalere Schritte erwogen werden, beispielsweise eine zeitweilige drastische Senkung der Mehrwertsteuer oder die temporäre Besteuerung von Kapitalexporten.
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Corporate name or jurisdiction name as entry element Stiftung Wissenschaft und Politik
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        WIIW WIIW Library 07/25/2018   2000000006352 07/25/2018 07/25/2018 Paper
The Vienna Instiute for International Economic Studies (wiiw)