BRATISLAVA und Wien: Twin Cities mit großem Entwicklungspotenzial
By: Hanzl-Weiss, Doris.
Contributor(s): Holzner, Mario | Römisch, Roman.
Material type:
BookSeries: wiiw Policy Notes and Reports: 25Publisher: Wien : Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw), 2018Description: 29 S., 2 Table and 18 Figures, 30cm.Subject(s): Bratislava | Wien | städtische Entwicklung | regionale Arbeitsmärkte | Bildung | F&E | demographische Trends | Lohnunterschiede | technologischer WandelCountries covered: Austria | Slovakiawiiw Research Areas: Labour, Migration and Income Distribution | International Trade, Competitiveness and FDIClassification: O18 | R23 | I23 | J11 | J31 | O33 Online resources: Click here to access online Summary: The English version can be found here.
Die Wirtschaften von Wien und Bratislava haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich entwickelt. Die Bevölkerung Wiens ist um etwa 20% angestiegen, jene von Bratislava hat dagegen stagniert. Nimmt man allerdings das BIP pro Kopf zu Kaufkraftparitäten als Maß, so hat das Durchschnittseinkommen in Bratislava jenes in Wien bereits überholt und liegt nun unter den Top-10 führenden Regionen in Europa. Massive Investitionen, besonders im Automobilsektor, haben dazu beigetragen, dass in Bratislava Vollbeschäftigung herrscht. Wien, eine der lebenswertesten Städte der Welt, zieht immer noch Zuwanderung an; die Arbeitsmarktsituation ist weniger günstig. Die Transportinfrastruktur zwischen den beiden Städten hat sich nur in jüngster Zeit verbessert. Es gibt jedoch durchaus noch Potential zu einer erheblichen Reduktion der Reisezeit. Eine Zusammenarbeit auf regionaler Ebene besteht schon seit geraumer Zeit. Diese sollte aber verbessert werden, um gemeinsam künftige Herausforderungen zu bewältigen. Die bisherige Emigration, vorwiegend junger Personen, aus der Slowakei wird dort in den nächsten Jahrzehnten zu einer starken Überalterung führen; die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter wird bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich um beinahe ein Drittel zurückgehen; jene in Österreich wird voraussichtlich stagnieren. Ein echter gemeinsamer Arbeitsmarkt der beiden Städte könnte daher für beide vorteilhaft sein, die Arbeitskräfteknappheit in Bratislava senken und das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Wien reduzieren. Wirtschaftspolitische Empfehlungen gehen daher in die Richtung einer deutlichen Verbesserung des öffentlichen Transports; Entwicklung einer gemeinsamen Planung von Ausbildung und Pendlerunterstützung, um zu einem Lohnausgleich beizutragen. Der Prozess der Digitalisierung und Robotisierung stellt eine zweite große Herausforderung dar. Politikempfehlungen dazu umfassen Kooperationsprojekte im Bereich Innovation; die Koordination einer innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung und die Verbesserung der Transportinfrastruktur, die die Region mit dem Rest der Welt verbindet, um so für die Zukunft von günstigeren Skaleneffekten zu profitieren.
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| Paper | WIIW Library | /25 (Browse shelf(Opens below)) | Available | 1000010004630 |
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The English version can be found here.
Die Wirtschaften von Wien und Bratislava haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich entwickelt. Die Bevölkerung Wiens ist um etwa 20% angestiegen, jene von Bratislava hat dagegen stagniert. Nimmt man allerdings das BIP pro Kopf zu Kaufkraftparitäten als Maß, so hat das Durchschnittseinkommen in Bratislava jenes in Wien bereits überholt und liegt nun unter den Top-10 führenden Regionen in Europa. Massive Investitionen, besonders im Automobilsektor, haben dazu beigetragen, dass in Bratislava Vollbeschäftigung herrscht. Wien, eine der lebenswertesten Städte der Welt, zieht immer noch Zuwanderung an; die Arbeitsmarktsituation ist weniger günstig. Die Transportinfrastruktur zwischen den beiden Städten hat sich nur in jüngster Zeit verbessert. Es gibt jedoch durchaus noch Potential zu einer erheblichen Reduktion der Reisezeit. Eine Zusammenarbeit auf regionaler Ebene besteht schon seit geraumer Zeit. Diese sollte aber verbessert werden, um gemeinsam künftige Herausforderungen zu bewältigen. Die bisherige Emigration, vorwiegend junger Personen, aus der Slowakei wird dort in den nächsten Jahrzehnten zu einer starken Überalterung führen; die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter wird bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich um beinahe ein Drittel zurückgehen; jene in Österreich wird voraussichtlich stagnieren. Ein echter gemeinsamer Arbeitsmarkt der beiden Städte könnte daher für beide vorteilhaft sein, die Arbeitskräfteknappheit in Bratislava senken und das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Wien reduzieren. Wirtschaftspolitische Empfehlungen gehen daher in die Richtung einer deutlichen Verbesserung des öffentlichen Transports; Entwicklung einer gemeinsamen Planung von Ausbildung und Pendlerunterstützung, um zu einem Lohnausgleich beizutragen. Der Prozess der Digitalisierung und Robotisierung stellt eine zweite große Herausforderung dar. Politikempfehlungen dazu umfassen Kooperationsprojekte im Bereich Innovation; die Koordination einer innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung und die Verbesserung der Transportinfrastruktur, die die Region mit dem Rest der Welt verbindet, um so für die Zukunft von günstigeren Skaleneffekten zu profitieren.
